Gott beginnt sein Werk an mir mit der Dachsanierung des Bartimäus Gebetshauses

Dass Gott die Bartimäus-Gebetshaus-Dachsanierung gebraucht, um mich von seiner Grösse zu überzeugen, hätte ich nie gedacht!

Vor sieben Jahren durften wir die Buchhaltung des Bartimäus Gebetshauses in der GEWA Zollikofen führen. Das Dach des Hauses musste dringend saniert werden. Der Kostenvoranschlag betrug CHF 213'000.00. Ich erinnere mich, dass ich die Verantwortlichen fragte, wie sie die Sanierung finanzieren wollen. Anhand der aktuellen Zahlen und „weltlichen“ Möglichkeiten erschien mir die Bezahlung der anfallenden Kosten unmöglich. Ich hatte noch keine persönliche Beziehung zu Jesus Christus, und „rechnete“ nicht mit Gottes Möglichkeiten. Deshalb staunte ich über die Antwort der Verantwortlichen: „Wir beten und vertrauen darauf, dass Gott uns versorgen wird.“ Als „nüchterne“ Buchhalterin hatte ich meine Bedenken und war gespannt, wie es sich entwickeln würde.

Mit Beginn der Sanierung durften die ersten Spendenzahlungen verbucht werden. Gleichzeitig kamen auch die ersten Rechnungen die bezahlt werden mussten. Eine spannende Zeit begann. Rechungen, Spenden, Spenden und Rechnungen haben sich abgewechselt. Je länger die Umbauphase lief, desto mehr kam ich ins Staunen. Tatsächlich war immer Geld da, um die offenen Forderungen bezahlen zu können. Der Umbau konnte abgeschlossen und die Handwerker vollumfänglich bezahlt werden. Gott hat versorgt! Ich konnte nur noch staunen und war mit meinem Buchhalter-Latein am Ende!
„Rechne mit Gott und lass dich nicht von weltlichen Tatsachen blenden“ war für mich die Lehre daraus.

Während der ganzen Umbauphase wurde intensiv gebetet, das wusste ich. Dass aber das Gebet eine solche Kraft hatte und immer wieder hat, beeindruckt mich sehr. Bis vor diese Erfahrung lächelte ich im Geheimen darüber, wenn jemand zu mir sagte, sie beten und vertrauen darauf, dass der Herr versorgt.

Dieses Erlebnis hat mich tief berührt und in mir den Hunger nach einer persönlichen Beziehung zu diesem unbeschreiblichen, grossen Gott geweckt. Ich durfte IHM mein Leben übergeben.

Die Fragen: Wie soll ich beten? Wie stehe ich im Gebet für andere Menschen ein? Wie lerne ich, auf Gottes Stimme zu hören und im Gehorsam zu leben? Wie lerne ich, voll und ganz auf seine Führung zu vertrauen und NUR von IHM alles zu erwarten? Diese Fragen bewegen mich seit längerer Zeit. Deshalb war ich dankbar, dass im Oktober 09 ein Seminar „Hörendes Gebet“ im Gebetshaus durchgeführt wurde. Während diesen Tagen vertiefte sich die Sehnsucht nach einer noch intensiveren Beziehung zu diesem wunderbaren Herrn und Gott noch mehr. Diesen Hunger nach „Mehr von Gott, weniger von mir“ veranlassen mich, im 2010 die Gebetsleiterschule zu besuchen.

An dieser Stelle möchte ich allen Teammitgliedern des Gebetshauses ganz herzlich danken. Durch Eure Treue im Herrn seid Ihr mir ein Vorbild und lieb gewordene „Stützen“ im Glaubensleben. Seid gesegnet und behütet in der Liebe des Herrn.

Die Jahreslosung 2009 wird mich über dieses Jahr hinaus begleiten. Sie soll stets in unsere Herzen gebrannt sein:

"Was bei Menschen unmöglich ist, ist möglich bei Gott."
(Lukas 18,27)

Yvonne Liechti

 
 
 
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